Steuerfrei in Indonesien arbeiten (Digital Nomad)

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SleepOverGreenland

Erfahrenes Mitglied
09.03.2009
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FRA/QKL
Na ja, es kamen ja schon vereinzelt Beiträge in die Richtung, insofern war meine Ansicht begründet, siehe etwa oben den Post den Mitforisten "sleepovergreenland". Und wenn das hier schon so ist, wird sich das in seinem privaten Umfeld eher noch verstärkt zeigen.
Mit einer gewissen Lebenserfahrung hat man schon einige gehen sehen und viele davon wieder zurückkommen aus den unterschiedlichsten Gründen. Die meisten in einem gewissen Alter wenn es um medizinische Versorgung geht. Aber jeder ist für sein Glück selbst verantwortlich und muss seine Erfahrungen machen.

Thema Anstellung und Bezahlung in den USA für Ausländer. Die vermeintliche Steuerfreiheit sollte durch sogenannte 0-Steuererklärungen jeweils beantragt werden. Wenn nicht kann man nach Jahren schon mal mit einer saftigen Nachzahlung rechnen. Kenne ich gleich 2 Fälle, und das waren sogar deutsche Steuerbürger. Ordentlich versteuer in Deutschland, kein Erklärung in den USA. Peng. Doppelt besteuert plus Zinsen, plus Strafzahlung, und die dadurch mögliche Anrechnung in Deutschland schon durch...

Wie gesagt, jeder ist für sein Glück verantwortlich und muss seine Erfahrungen machen...
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Falsche Partei gewählt für diesen Anspruch.
Dann lies dir mal das Parteiprogramm durch. Ohne Steuereinnahmen kann ein Staat nicht funktionieren.

Verschwendung und falsche Anreize sind ein ganz anderes Thema und auch über die Höhe kann man selbstverständlich diskutieren.
 
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odie

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30.05.2015
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706
Z´Sdugärd
Mit einer gewissen Lebenserfahrung hat man schon einige gehen sehen und viele davon wieder zurückkommen aus den unterschiedlichsten Gründen. Die meisten in einem gewissen Alter wenn es um medizinische Versorgung geht.
Man könnte sich ja freiwillig in D versichern. Bei den Malle Rentnern geht das ja auch irgendwie ;)

€dit
Grad nachgelesen...Renter und EU. OK hier was anderes.
 
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PAXfips

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15.12.2016
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HAM
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CarstenS

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08.09.2012
2.629
1.002
Noch ein anderer Aspekt - Lehre aus der Corona Krise.

Stand heute basieren die meisten zwischenstaatlichen Regelungen (Aufenthalt/ Besteuerung/ Soziualverischerung) auf der Annahme, die eigenen Staasbuerger sind im eigenen Land.
Alles andere is die Ausnahme und mehr oder wenig gut geregelt.
Und im Falle einer Krise steht man ploetzlich mit leeren Haenden da.

Wenn Grenzen abgeriegelt werden, ist man als Auslaender schnell gelackmeiert.
Im Normalzustand kein Thema - aber waehrend Corona war es das:
- es gab Laender, die Menschen ohne festen Wohnsitz nicht eingelassen haben
- Laender haben die Grenzen fuer Menschen ohne Staatsbuergerschaft/ feste Aufenthaltserlaubnis zugemacht.
- ...

Nur als Beispiel USA:
- mit temporaeren Arbeitsvisum konnte man nicht mehr direkt in die USA, wenn das Land nach Europa verlassen hat
- Leute mit Immobilenbesitz ohne Greencard/ US Pass konnten nicht mehr (direkt) in die USA

Kanada aehnlich

Asien:
Auch ein Flickenteppich von Regelungen, und viele Menschen hatten ihre ganz spezielle Erfahrung.

Als Expat war Corona eine interessante Erfahrung - weil man ploetzlich - wortwoertlich - zwischen den Stuehlen sass

Kein Grund, das Expat Dasein zu verwerfen - aber das im Hinterkopf behalten.

Carsten
 
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qube

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08.06.2012
767
161
DXB
Noch ein anderer Aspekt - Lehre aus der Corona Krise.

Stand heute basieren die meisten zwischenstaatlichen Regelungen (Aufenthalt/ Besteuerung/ Soziualverischerung) auf der Annahme, die eigenen Sttasbuerger sind im eigenen Land.
Alles andere is die Ausnahme und mehr oder wenig gut geregelt.
Und im Falle einer Krise, steht man ploetzlich leer da.
Es gibt nicht nur Negativbeispiele: VAE (bzw. konkret das Emirat Dubai) haben kerngesunde ausländische Mittzwanziger-Residents die in der Tech-Branche von daheim arbeiten, also quasi so weit weg von Medizin und Patientenkontakt wie es nur geht, Ende März '21 mit Premium-Pfizer-Impfstoff geimpft. Wahrscheinlich "Made in Germany".
Deutschland bzw. EU hat es mal wieder nicht auf die Reihe bekommen und die selbe Person, wäre sie in ihrem Heimatland geblieben, hätte noch Monate warten müssen.
 
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CarstenS

Erfahrenes Mitglied
08.09.2012
2.629
1.002
Es gibt nicht nur Negativbeispiele: VAE (bzw. konkret das Emirat Dubai) haben kerngesunde ausländische Mittzwanziger-Residents die in der Tech-Branche von daheim arbeiten, also quasi so weit weg von Medizin und Patientenkontakt wie es nur geht, Ende März '21 mit Premium-Pfizer-Impfstoff geimpft. Wahrscheinlich "Made in Germany".
Deutschland bzw. EU hat es mal wieder nicht auf die Reihe bekommen und die selbe Person, wäre sie in ihrem Heimatland geblieben, hätte noch Monate warten müssen.
Ja

Aber das das nichts mit dem von mir angesprochenen Thema der Bewegunsgfreiheit zu tun.

Hatte VAE auch Einschraenkungen, was Einreise betraf? Weil viele Laender hatten das... und darauf sprach ich an.
 

qube

Erfahrenes Mitglied
08.06.2012
767
161
DXB
Ja

Aber das das nichts mit dem von mir angesprochenen Thema der Bewegunsgfreiheit zu tun.

Hatte VAE auch Einschraenkungen, was Einreise betraf? Weil viele Laender hatten das... und darauf sprach ich an.
Keine nennenswerten für westliche Residents in Dubai (hat eine eigene Einreisebehörde mit separaten Regeln, i.d.R. lockerer als Rest-VAE). Ab Juli '20 (!) wurden Touristen reingelassen. Es war quasi das offenste Land der Welt zu dem Zeitpunkt. Edit: hab nochmal recherchiert, anscheinend gab es bevor ich da war ab Ende März '20 rund einen Monat lang auch für westliche Residents ein Einreiseverbot.
Es gab danach ab und zu mal temporäre Einschränkungen der Einreise aus bestimmten Hotspot-Ländern wie Indien und Pakistan mit Wiedereinführung des Vorabgenehmigungssystems, aber das war es eigentlich. Dass man sehr lange noch zur Einreise negativ getestet sein musste war meiner Meinung nach gute Policy und für typische Expats keine echte Einschränkung.
 
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CarstenS

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08.09.2012
2.629
1.002
Keine nennenswerten für westliche Residents in Dubai (hat eine eigene Einreisebehörde mit separaten Regeln, i.d.R. lockerer als Rest-VAE). Ab Juli '20 (!) wurden Touristen reingelassen. Es war quasi das offenste Land der Welt zu dem Zeitpunkt.
Es gab danach ab und zu mal temporäre Einschränkungen der Einreise aus bestimmten Hotspot-Ländern wie Indien und Pakistan mit Wiedereinführung des Vorabgenehmigungssystems, aber das war es eigentlich. Dass man sehr lange noch zur Einreise negativ getestet sein musste war meiner Meinung nach gute Policy und für typische Expats keine echte Einschränkung.
OK

Diese Details sind jetzt OT

Mein Beitrag bezog sich darauf, dass waehrend Covid viele Expats (nicht nur Deutsche) durchaus interessante Erfahrung gemacht haben.

Das es auch Situationen ohne Einschraenkungen gab - unbenommen.

Aber insgesamt wurde die vor Covid existierende Bewegungsfreiheit, die man doch als gegeben angesehen hat, in zahlreichen Faellen erheblich eingeschraenkt. Und das kam doch sehr ueberraschend.

Diesen Punkt wollte ich rueberrbringen.
 
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Cflyer

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11.10.2015
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So kompliziert ist das nicht. Zwischen USA und Deutschland gibt es ja seit 1990 ein Doppelbesteuerungsabkommen.

Mal rein interessehalber; wie kannst du für einen US-Arbeitgeber im Angestelltenverhältnis (USD-Gehalt und Vertrag) arbeiten?

a.) du hast eine Greencard/Arbeitsvisum. Dann bist du aber so oder so in den USA steuerpflichtig (unabhängig wieviele Tage du dich im Ausland aufhältst)
b.) ohne Arbeitsvisum wirst du bei deinen 2-3 Einreisen (für die Business Meetings) pro Jahr schnell Probleme bekommen unter diesen Voraussetzungen.

Generell finde ich das indonesische Visum (und tax free) eine gute Idee. Aber in Kombination USA dürfte das wenig praktikabel sein.

Just my two cents.
 
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qube

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08.06.2012
767
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DXB
Aber insgesamt wurde die vor Covid existierende Bewegungsfreiheit, die man doch als gegeben angesehen hat, in zahlreichen Faellen erheblich eingeschraenkt. Und das kam doch sehr ueberraschend.

Diesen Punkt wollte ich rueberrbringen.
Auf jeden Fall, da gehe ich d'accord. VAE sind eines der wenigen Positivbeispiele. Sehr viele Orte hatten plötzlich strenge Regelungen, und Leute die mit seit Jahren von der Immigration-Behörde geduldeten Visa-Runs alle z.B. 90 Tage dort lebten und tlw. auch Steuern zahlten kamen von heute auf morgen nicht mehr rein; es wurde auf Residence-Permits und sonstigen Papierkram bestanden, der jahrelang keinen interessiert hat. Taiwan wäre so ein Kandidat, und bei Japan haben sich bestimmt einige Expats geärgert, nur PR und nicht Staatsbürgerschaft zu haben. Das war definitiv eine Lehre aus den Anfangszeiten der Pandemie: lieber einen Pass und eine Aufenthaltsgenehmigung mehr als weniger, und Risiken von Grauzonen betrachten.
 
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LH88

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08.09.2014
10.114
3.215
VAE als Ziel ist schon speziell. Da merkt man wohl den Generationsunterschied. Nord Korea soll auch toll sein.
 
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Piw

Erfahrenes Mitglied
15.10.2015
743
1.563
FRA
Ja, es hat schon seinen Reiz zunächst die steuerfinanzierte Schulbildung und das steuerfinanzierte Studium in Deutschland zu genießen, in dieser Zeit möglicherweise auch von der kostenfreien Mitversicherung der KV der Eltern profitiert zu haben und dann Steuer- und SV-frei sein Glück in der Welt zu suchen. Klingt verlockend.

Kann man auch gerne machen, aber dann bitte auch nicht irgendwann zurückkommen und irgendwelche deutschen steuerfinanzierten Leistungen in Anspruch nehmen.

Meinem Verständnis nach zahlen die Eltern mit ihren Steuergeldern die Ausbildung ihrer Kinder, genauso wie die KV mit ihren Beiträgen. Wenn es hier also irgendeine moralische Verpflichtung gibt, dann bestenfalls gegenüber den Eltern, nicht aber dem Staat.

Aber mal abgesehen davon. Wieso sollte es schlecht geführten Staaten anders ergehen als schlecht geführten Unternehmen? Ist man zu gierig und quetscht diejenigen aus, die den Gewinn erwirtschaften hauen die irgendwann mal ab und gehen dorthin wo es besser ist. Ganz normaler Vorgang und absehbar. Nur dass die Latte für Migration oder gar Naturalisation bedeutend höher liegt als ein gewöhnlicher Arbeitgeberwechsel. Das wissen natürlich auch die Regierenden dieser Welt, also sind sie beim Ausquetschen der Zitronen nochmal ein ganzes Stück gieriger und dreister als die Bezos dieser Welt. Mein Mitleid für Politiker, die sich über Braindrain und Steuerflucht beklagen hält sich also genauso in Grenzen wie für Unternehmer, die über Personalmangel klagen. Beides hausgemachte Probleme!
 

LH88

Erfahrenes Mitglied
08.09.2014
10.114
3.215
Meinem Verständnis nach zahlen die Eltern mit ihren Steuergeldern die Ausbildung ihrer Kinder, genauso wie die KV mit ihren Beiträgen. Wenn es hier also irgendeine moralische Verpflichtung gibt, dann bestenfalls gegenüber den Eltern, nicht aber dem Staat.

Aber mal abgesehen davon. Wieso sollte es schlecht geführten Staaten anders ergehen als schlecht geführten Unternehmen? Ist man zu gierig und quetscht diejenigen aus, die den Gewinn erwirtschaften hauen die irgendwann mal ab und gehen dorthin wo es besser ist. Ganz normaler Vorgang und absehbar. Nur dass die Latte für Migration oder gar Naturalisation bedeutend höher liegt als ein gewöhnlicher Arbeitgeberwechsel. Das wissen natürlich auch die Regierenden dieser Welt, also sind sie beim Ausquetschen der Zitronen nochmal ein ganzes Stück gieriger und dreister als die Bezos dieser Welt. Mein Mitleid für Politiker, die sich über Braindrain und Steuerflucht beklagen hält sich also genauso in Grenzen wie für Unternehmer, die über Personalmangel klagen. Beides hausgemachte Probleme!
Dein Verständnis ist falsch, wenn nur Kinder von Eltern studieren könnten mit deren Steuergeldern die Ausbildung bezahlt wird wären das deutlich weniger als im Moment studieren.

Weiterhin möchtest du es so aussehen lassen als ob Deutschland ein schlecht gemanagtes Unternehmen wäre, und im Umkehrschluss Indonesien dann ein gut gemanagtes Unternehmen ist - da attraktiv für den Steuerzahler. Das das nicht stimmt dürfte dir klar sein.

Wenn man dein Beispiel in die Airline Welt verlagert wäre LH eine schlecht gemanagte Airline weil die Ticketpreise hoch sind, Garuda wäre eine gut geführte Airline weil die Ticketpreise niedrig sind. Den Fehler findest du wohl selber.

Ich finde es spricht wenig von Reife wenn man Steuern und Lebensqualität gleichsetzt. Der "Braindrain" findet in Deutschland ja auch so nicht statt im Gegenteil in manchen Bereichen findet sehr, sehr große Zuwanderung statt. So stellen z.B. Inder die größte Gruppe der Migranten im Jahr 2021 in Berlin, und die kommen nicht weil sie im Restaurant arbeiten wollen, sondern weil die IT Branche für sie interessant ist. Steuern interessieren da weniger als die Freiheit das eigene Leben leben zu können.

Schon interessant wenn man darüber nachdenkt, das Deutsche ins oftmals auch recht unfreie Ausland ziehen Indonesien und VAE wurden hier genannt um Steuern zu sparen, Menschen aus diesen Ländern dann nach DE ziehen um endlich in Freiheit leben zu können.

Und sowohl bei LH als auch in der deutschen Politik kann noch eine Menge verbessert werden, es geht da aber nicht unbedingt um Steuern und Ticketpreise.
 

SleepOverGreenland

Erfahrenes Mitglied
09.03.2009
18.982
4.609
FRA/QKL
Woher weisst Du das eigentlich? Oder nimmst Du es einfach mal an?
Ich weiß es nicht, ich habe nur einen allgemeinen Gedanken zu diesem Thema eingeworfen und der OP hat ja auch schon geantwortet dass das für ihn selbstverständlich nicht gilt. Also alles gut. Wie ich schon schrieb, jeder ist seines Glückes Schmied. ;)
 

Piw

Erfahrenes Mitglied
15.10.2015
743
1.563
FRA
Dein Verständnis ist falsch, wenn nur Kinder von Eltern studieren könnten mit deren Steuergeldern die Ausbildung bezahlt wird wären das deutlich weniger als im Moment studieren.

Und wenn nur Leute studieren würde, die auch später Nettosteuerzahler werden, dann wäre die Gruppe noch überschaubarer, denn die sind seit jeher in der Minderheit. Drehe es wie du willst, aber das deutsche Bildungssystem versteht sich eben ganz explizit nicht als Kredit an den Auszubildenden, den er später in welcher Form auch immer zurückzuzahlen hat.

Weiterhin möchtest du es so aussehen lassen als ob Deutschland ein schlecht gemanagtes Unternehmen wäre, und im Umkehrschluss Indonesien dann ein gut gemanagtes Unternehmen ist - da attraktiv für den Steuerzahler. Das das nicht stimmt dürfte dir klar sein.

Wenn man nur zum schwarz-weiß Denken fähig ist, dann muss man wie du im Umkehrschluss tatsächlich zu dieser Schlussfolgerung kommen. Aber Nein, ich halte Indonesien nicht für ein gut regiertes Land - ganz im Gegenteil - die Idee mit dem Digital Nomad Visum ist total bescheuert. Auf eine ohnehin total überbevölkerte Insel mit Overtourismus auch noch steuerfrei Residents anzulocken ist für die Katz. Dann lieber auf die Luxustouristen konzentrieren, die verkonsumieren pro Woche sicherlich deutlich mehr aus als der Digital Nomad im Monat und konkurrieren nicht mit der lokalen Bevölkerung um Wohnraum. Aber auf so Schnapsidee kommt man halt in schlecht geführten Buden. Und das ist Indonesien sicherlich, nicht umsonst ist man relativ arm und hat seit jeher ein negatives Migrationssaldo.

Wenn man dein Beispiel in die Airline Welt verlagert wäre LH eine schlecht gemanagte Airline weil die Ticketpreise hoch sind, Garuda wäre eine gut geführte Airline weil die Ticketpreise niedrig sind. Den Fehler findest du wohl selber.

Nein, Deutschland ist schlecht gemanagt, weil es trotz der höchsten "Ticketpreise" und einer veralteten, längst abgeschriebenen Infrastruktur nicht hinbekommt schwarze Zahlen zu schreiben. Da fragt man sich hingegen, wie es ein Land wie die die Schweiz mit seinem steuerlichen No-Frills-Konzept schafft ein in jeder Hinsicht international konkurrenzfähiges 5-Sterne-Produkt anzubieten?! Was dann dazu führt, dass nun schon seit Jahrzehnten mehr Deutsche (vor allem hochqualifizierte) in die Schweiz auswandern als andersrum. Aber wahrscheinlich sind die nur alle blöd und haben nicht erkannt, dass sie hierzulande das beste Produkt aus Preis und Leistung erhalten. Oder der eigene Anspruch ist es tatsächlich, einfach nur noch besser als ein Schwellenland wie Indien zu sein und für die dortige Bevölkerung ein lukratives Migrationsziel darzustellen und sich mit Erste-Welt-Ländern wie der Schweiz gar nicht mehr messen zu wollen. Gut, wenn man nicht mehr viel erwartet dann ist Deutschland tatsächlich ein Land in dem man gut und gerne lebt.
 

LH88

Erfahrenes Mitglied
08.09.2014
10.114
3.215
Und wenn nur Leute studieren würde, die auch später Nettosteuerzahler werden, dann wäre die Gruppe noch überschaubarer, denn die sind seit jeher in der Minderheit. Drehe es wie du willst, aber das deutsche Bildungssystem versteht sich eben ganz explizit nicht als Kredit an den Auszubildenden, den er später in welcher Form auch immer zurückzuzahlen hat.
Das ist richtig, daher studieren Chinesen, Inder und Russen auch so gerne in DE :) . Also zumindest in dem Bereich sind wir ganz gut.
 

snowplow

Reguläres Mitglied
25.04.2022
72
66
Habe mich entschieden erstmal knapp einen Monat von dort zur Probe zu Arbeiten.
Falls es mir gefällt mach ich das mit dem steuerfreien Visum ab Oktober klar. In 2 Wochen geht’s los. Flug ist gebucht.
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Als Unterkunft irgendwie sowas?

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qube

Erfahrenes Mitglied
08.06.2012
767
161
DXB
Als Unterkunft irgendwie sowas?
Definitiv ganzes Haus und nicht nur ein Zimmer mieten, sonst hat man das Risiko von nervigen Mitbewohnern die bei der Arbeit stören.

Hast Du einen deutschen Motorradführerschein, volle Klasse "A"? Dann Internationalen Führerschein (Version nach Abkommen von 1968) beantragen und du kannst vor Ort mit dem Roller fahren. Gerade in Canggu sehr praktisch bzw. nötig. Ohne fahren machen viele, aber bedeutet dann bei jeder Kontrolle Schmiergeld abdrücken und, viel wichtiger, fehlenden Versicherungsschutz; würde ich stark von abraten.
Statt Canggu würde auch Ubud gehen, da ist alles was man braucht fußläufig erreichbar.
 

GoldenEye

Erfahrenes Mitglied
30.06.2012
13.047
352
Dein Verständnis ist falsch, wenn nur Kinder von Eltern studieren könnten mit deren Steuergeldern die Ausbildung bezahlt wird wären das deutlich weniger als im Moment studieren.

Weiterhin möchtest du es so aussehen lassen als ob Deutschland ein schlecht gemanagtes Unternehmen wäre, und im Umkehrschluss Indonesien dann ein gut gemanagtes Unternehmen ist - da attraktiv für den Steuerzahler. Das das nicht stimmt dürfte dir klar sein.

Wenn man dein Beispiel in die Airline Welt verlagert wäre LH eine schlecht gemanagte Airline weil die Ticketpreise hoch sind, Garuda wäre eine gut geführte Airline weil die Ticketpreise niedrig sind. Den Fehler findest du wohl selber.

Ich finde es spricht wenig von Reife wenn man Steuern und Lebensqualität gleichsetzt. Der "Braindrain" findet in Deutschland ja auch so nicht statt im Gegenteil in manchen Bereichen findet sehr, sehr große Zuwanderung statt. So stellen z.B. Inder die größte Gruppe der Migranten im Jahr 2021 in Berlin, und die kommen nicht weil sie im Restaurant arbeiten wollen, sondern weil die IT Branche für sie interessant ist. Steuern interessieren da weniger als die Freiheit das eigene Leben leben zu können.

Schon interessant wenn man darüber nachdenkt, das Deutsche ins oftmals auch recht unfreie Ausland ziehen Indonesien und VAE wurden hier genannt um Steuern zu sparen, Menschen aus diesen Ländern dann nach DE ziehen um endlich in Freiheit leben zu können.

Und sowohl bei LH als auch in der deutschen Politik kann noch eine Menge verbessert werden, es geht da aber nicht unbedingt um Steuern und Ticketpreise.

Hattest Du uns nicht an anderer Stelle mal erklärt, dass (und wie) IT-Freelancer in Berlin keine Steuern zahlen? Ja dann fände ich Deutschland auch supi!

Für den, der das Ganze nicht finanziert, und die benefits für lau mitnehmen kann, ist Deutschland (noch) ok. Problematisch wird es für die, die das finanzieren und/oder ein bischen weiter in die Zukunft denken.

Wie Piw schon schrieb: Die Infrastruktur ist abgeschrieben und man ruht sich auf den Lorbeeren der Vergangenheit aus. Und wenn dann mal jemand kommt, wie z.B. Flüchtlinge aus der Ukraine, die sich verwundert äussern über die überkommenen, umständlichen und langsamen Prozessabläufe in der deutschen Verwaltung, so nimmt man das nur staunend und ungläubig zur Kenntnis.
 
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GoldenEye

Erfahrenes Mitglied
30.06.2012
13.047
352
Das ist richtig, daher studieren Chinesen, Inder und Russen auch so gerne in DE :) . Also zumindest in dem Bereich sind wir ganz gut.
Im akademischen Mittelbau schon, in der Spitzenforschung eher nicht.
Aber noch wichtiger ist, dass das bei uns nichts kostet. Die Chinesen und Inder wollen ein am Arbeitsmarkt verwertbares Diplom, nicht den Nobelpreis gewinnen. Und wer im Rest der Welt Studiengebühren im mittleren fünfstelligen Bereich (pro Jahr!) gewohnt ist, dem gehen die Augen über, wenn er sieht, dass das in Deutschland umsonst ist.

Allerdings bietet das der deutsche Staat nicht aus reiner Menschenfreundlichkeit an. Sondern weil er damit kalkuliert, dass gut ausgebildete Leute anschließend brav viele Jahre ihre Steuern zahlen. Es gibt ja Berechnungen, wie sehr sich das für den Staat "rechnet", auch nach Abzug der Ausbildungskosten.

Wenn jemand unmittelbar nach dem Studium auswandert, ist die Rechnung in diesem Fall dann eben nicht aufgegangen. Ebenso, wie wenn jemand am Examenstag vom Blitz getroffen wird. Damit muss der Staat aber umgehen können, ebenso, wie ein Unternehmen, das seine Mitarbeiter aus- und weiterbildet, und im Einzelfall eben vergeblich. Die Alternative aus Sicht des Staates wäre: Die Mauer wieder aufbauen.
Und genau das zeigt, warum die von Salon-Kommunisten bei Cocktail-Parties immer wieder favorisierte Idee der "Umverteilung" so schlecht ist: Weil sie nämlich, sobald man sie der Robin-Hood-Romantik entkleidet, konsequent zu Ende gedacht immer in Gewalt und Mord gegen die eigene Bevölkerung endet.
 
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FlugFanatiker

Erfahrenes Mitglied
18.11.2018
626
364
An den Threadersteller:

Ich habe den Eindruck, dass du annimmst, du bräuchtest ein derartiges Spezialvisum wie das hier zur Debatte stehende Visum von Indonesien, das dir explizit Steuerfreiheit zusichert, um tatsächlich im Ausland steuerfrei zu bleiben. Es gäbe aber noch eine andere Alternative, und die wäre, wie ein wirklicher Digital Nomad regelmäßig weiter zu ziehen, also eine Art Dauer-Reise zu machen. Dadurch wirst du nirgendwo steuerpflichtig.

Keine Sorge, du müsstest dafür nicht alle paar Tage weiter ziehen, die Fristen sind je nach Land unterschiedlich, zumindest zwei bis fünf Monate an einem Ort / Land zu verweilen, dürfte jedoch genügen, um einerseits keine örtliche Steuerpflicht zu begründen, anderseits aber auch in einem Land "anzukommen" und jeweils nach einer kurzen Eingewöhnungszeit einen regulären Alltag führen zu können, also mit Aufbau sozialer Kontakte und von Ritualen, die man auch aus der Heimat kennt (wie zB. an bestimmten Tagen ins Gym gehen etc.).

Wäre das nicht (auch) eine Option für dich?
 
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Airsicknessbag

Erfahrenes Mitglied
11.01.2010
17.092
3.895
Und wenn dann mal jemand kommt, wie z.B. Flüchtlinge aus der Ukraine, die sich verwundert äussern über die überkommenen, umständlichen und langsamen Prozessabläufe in der deutschen Verwaltung, so nimmt man das nur staunend und ungläubig zur Kenntnis.
Vielleicht sollte man solchen Sich-Wunderern erläutern, dass scheinbar langsame und umständliche Prozesse, die bis ins Detail vorgegeben sind und dem individuellen Bediensteten wenig Raum für freihändige Entscheidungen lassen, einheitliches Verwaltungshandeln, Rechtssicherheit und Transparenz sicherstellen und Korruption verhindern.

Gerade ein Ukrainer wird das sicherlich zu schätzen wissen.
 

Cflyer

Erfahrenes Mitglied
11.10.2015
1.738
575
HPN
Habe mich entschieden erstmal knapp einen Monat von dort zur Probe zu Arbeiten.
Falls es mir gefällt mach ich das mit dem steuerfreien Visum ab Oktober klar. In 2 Wochen geht’s los. Flug ist gebucht.
Als Unterkunft irgendwie sowas?

Will ja wirklich nicht indiskret sein aber; könntest du bitte noch kurz erklären wie du das mit den USA machen zu gedenkst?