Lebensdauer SLR gegen DSLR

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feb

Guest
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Hallo fotografierende Mitforisten,

hier mein zweiter Versuch, an diesem interessanten Forum teilzuhaben.

Derzeit fotografiere ich überwiegend mit einer ca. zwei Jahre alten Nikon D5000 mit den Objektiven AF-S 18-105 und 55-300. Daneben besitze ich noch eine Sammlung alter analoger SLR, darunter auch eine Nikon F3HP aus dem Jahre 1982 mit einer Handvoll Festbrennweiten und einem Telezoom. Allen Ernstes, ich fotografiere mit der F3 auch noch 2-3x pro Jahr, entwickle die SW- Filme dann auch im eigenen Kellerlabor und erstelle die Positive. Die F3 jedenfalls funktioniert wie am ersten Tag - und das nach 30 Jahren. Wartung in einem Fachbetrieb glaublich in ca. 1985 und ca. 1990.

Etwas wehmütig werde ich daher, wenn ich von flysurfer nunmehr lese:

Die normale Lebensdauer digitaler Kameras beträgt 2-3 Jahre, danach sind sie technisch überholt, viele Hersteller lassen nach 3 Jahren bereits die Ersatzteile auslaufen, zumindest bei einigen Modellen.

flysurfers Aussage zur Lebensdauer von 2-3 Jahren möchte ich gar nicht ernstlich anzweifeln, denn der technische Fortschritt ist tatsächlich so rasant (er wird uns jedenfalls so verkauft!), dass die Leistungsdaten einer Kamera von gestern bereits morgen verdoppelt werden.

Ich suche für mich nach Wegen, diesen Hype nicht mitzumachen. Ich habe absolut keine Lust, mich alle 3 Jahre auf ein neues Modell einzustellen und hierzu wieder ca. 20 Stunden oder mehr mit einer 200-seitigen Anleitung zu verbringen (spät in der Nacht, wenn +1 im Tiefschlaf liegt). Auch habe ich keine Lust auf die regelmäßig wiederkehrenden Investitionen. Ich setze hier auf Nikon und hoffe insbesondere auf einen Service und Ersatzteile für meine Kamera auch noch in 5 Jahren.

Wann werde ich auf ein neues Modell wechseln? Wenn die Kamera den Geist aufgibt oder eine (wie beim TE vermutlich) nicht ökonomische Reparatur ansteht oder mir bei kritischer Beobachtung der Produkte irgendwelche Unterschiede auffallen.

Zu den erwähnten Unterschieden: Gestern habe ich mit einem Bekannten, der eine D5200 (24 Megapixel gg 12 Megapixel meiner D5000 - und ja, Megapixel sind sicher nicht die allein relevante Größe) sein Eigen nennt, ein paar Vergleichsfotos gemacht. Beim abendlichen Rotwein und Fotovergleich: Nicht ein Unterschied festzustellen. Bei einem Blindtest (Betrachter wussten nicht, ob Foto von der D5000 oder D5200) kam nichts anderes heraus als pures Raten.

Mein Fazit: Ich habe eine brauchbare Kamera, lasse mich von dem Hype nicht stressen und bleibe bei meinem Modell, so lange es läuft und gute Fotos liefert.

Zum Schluss noch eine Frage: Gibt es noch weitere Exoten, die (ab und zu) analog fotografieren und selbst entwickeln?
 

asahi

Erfahrenes Mitglied
08.04.2010
2.612
5
Wismut Aue
In meinen Augen ist der größte unterschied die Zahl der Spiegelauslösungen.

So habe ich in 5 Tagen Nordkorea ca. 3-4.000 Bilder geschossen. Viele aus dem fahrendem Bus und Handgelenk. Ging ja oftmals nicht anders und da hat man ab und an einfach mal draufgehalten, in der Hoffnung das eins der 20 Bilder was wird.

Auf solche Zahlen kommt der Normalsterbliche “Analog“ Fotograf ja nicht. Das wären umgerechnet ca. 100 Filme. Weiß jetzt nicht, was ein Film kostet, aber eine Speicherkarte gibt es für unter 50€ wo alles raufpasst.

Es verlangsamt sich aber in meinen Augen die Entwicklung. Wer braucht schon immer das neueste. Ich nicht.
 
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rorschi

Erfahrenes Mitglied
09.03.2009
9.102
1.097
ZRH / MUC / VIE
Zum Schluss noch eine Frage: Gibt es noch weitere Exoten, die (ab und zu) analog fotografieren und selbst entwickeln?

Ja !!!

Allerdings habe ich mit S/W und Eigenentwicklung vor über 10 Jahren aufgehört, bin aber beim Dia geblieben.

Vor allem bei gemischten Vorträgen Dia/Digital ist mir der Unterschied zwischen einer Dia- und einer Beamerprojektion immer noch zu groß. Vor allem die Farbübergänge sind da bei den Digitalbildern mitunter recht schwammig, und Stromleitungen/Telegraphenleitungen kommen als Treppe rüber. Selbiges gilt bei Büchern, die ich teilweise mitillustriere: Man sieht den Unterschied zwischen den Vorlagen schon...

Kameras: Diesen Sommer hat meine Canon T90, die ich vor etwa 15 Jahren gebraucht gekauft habe und etwa 2000 Filme damit belichtet habe, eine Störung erlitten, die ich noch nicht beheben lassen konnte. Ein glücklicher Zufall hat mir kurz vor meinem letzten Urlaub eine gleiche Ersatzkamera beschert ( :) ), und die Zeit dazwischen musste ich mit einer meiner noch älteren T70 (habe da drei Gehäuse - allerdings fehlt mir da der schnelle Motor) überbrücken. Ich überlege mir sogar, ob ich mir als Rückfallebene eine gebrauchte AE1 mit Winder kaufe...

Das einzige, was ich mir nun überlegen muss: Was mache ich, wenn meine im September gekauften letzten 100Stk. Ektachrome E100G aufgebraucht sind? Wechseln? Auf was? Provia 100F oder Velvia?
 
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EinerWieKeiner

Erfahrenes Mitglied
11.10.2009
5.557
92
Ich habe mich auch, aber nur kurz gegen Digital gewehrt.
Die Vorteile liegen auf der Hand.
keine filme mehr ( kosten, platz,Flughafen, abzüge)
Kontrolle des bildes sofort und bei nichtgefallen neues Bild.
Diese beiden Dinge reichen mir schon alleine.

Thema Umstieg neues Modell.
hab jetzt fast 2 jahre die D5100 und bin ziemlich zufrieden.Für meinen Bereich ist noch kein echtes neus Killerfeature aufgekommen, dass einen Neukauf notwendig gemacht hätte.
Für den Amateurbereich kann die Kamera alles und mehr als man braucht.
Haben-Wollen ist natürlich was anderes. Fly hat mir die D800 erstmal erfolgreich ausgeredet. jetzt stehe ich vor der D600.
Aber sonst gehts mir auch so . Habe keine Lust ewig neue Kameras zu studieren, etc, deswegen - ähnlich wie beim Handy- versuche ich die Fenster auf 2-3 jahre auszudehnen.

Und die Filme vermisse ich keine Sekunde. Ich liebe meine 64 GB SD Karte.
 
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flysurfer

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Teammitglied
06.03.2009
25.997
13
www.vielfliegertreff.de
Die Frage ist einfach, ob es sich lohnt, mehr als 2-3 Jahre an einer Kamera festzuhalten, wenn es dann zum gleichen Preis oder für weniger Geld einen Nachfolger mit deutlich besseren Fähigkeiten gibt. Die Objektive kann man ja behalten (oder in einem anderen Intervall bei Bedarf aktualisieren), außerdem ändern Nachfolgermodelle in der Regel nicht das bestehende Bedienkonzept, sondern führen es eher fort und verbessern es. Für erfahrene Nutzer ändert sich also oft sehr wenig, die Einarbeitungszeit ist überschaubar.

Vor diesem Hintergrund ist fraglich, ob sich Reparaturen älterer Digitalkameras lohnen. Selbst wenn Ersatzteile verfügbar sind, stehen die Kosten solcher außerhalb der Gewährleistung stattfindenden Maßnahmen häufig in keinem guten Verhältnis zum Gewinn - man "kauft" sich dabei oft eine alte, gebrauchte Kamera zu einem Preis zurück, für den man oft schon ein ungebrauchtes Nachfolgemodell bekommen könnte, oder zumindest beinahe.

Viele User von Kompaktkamers oder Kamerasystemen behalten ihre Neuerwerbung deshalb je nach deren Innovationszyklus 1-3 Jahre und verkaufen sie oft rechtzeitig vor dem Erscheinen eines Nachfolgemodells. Der Vorteil: Sie haben immer eine aktuelle Kamera, genießen meist durchgehend Garantie oder Gewährleistung und verkaufen ihre alten Kameras zu einem Zeitpunkt, zu dem diese noch einen greifbaren Restwert besitzen. Bis auf wenige Ausnahmen ist eine 5 Jahre alte Digitalkamera heutzutage kaum zu einem guten Preis verkäuflich, es gibt dafür keinen Markt, der dafür anständig bezahlt. Im Endeffekt werden solche Kameras wohl weniger zum Fotografieren benutzt, eher als Ersatzteillager für freie Werkstätten, die damit den "Unverbesserlichen" unter den Kunden weiterhin Reparturen ermöglichen, freilich zu einem Premiumpreis.
 
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asahi

Erfahrenes Mitglied
08.04.2010
2.612
5
Wismut Aue
..Bis auf wenige Ausnahmen ist eine 5 Jahre alte Digitalkamera heutzutage kaum zu einem guten Preis verkäuflich, es gibt dafür keinen Markt, der dafür anständig bezahlt. Im Endeffekt werden solche Kameras wohl weniger zum Fotografieren benutzt, eher als Ersatzteillager für freie Werkstätten, die damit den "Unverbesserlichen" unter den Kunden weiterhin Reparturen ermöglichen, freilich zu einem Premiumpreis.
Oder als Zweitkamera. Nur weil sie “Alt“ ist, ist sie doch nicht schlecht.
 
F

feb

Guest
Und die Filme vermisse ich keine Sekunde. Ich liebe meine 64 GB SD Karte.

Ich vermisse die handwerkliche analoge Arbeit (Negativprozess/ Positivprozess) schon etwas, deshalb gehe ich ja auch (selten) in den duklen Keller. Aber freilich mache ich pro Jahr die sicher 500-fache Anzahl der Fotos auf der Digi.
 

EinerWieKeiner

Erfahrenes Mitglied
11.10.2009
5.557
92
Wenn ich an analoge Filme denke, fallen mir immer die USA Zöllner ein, die mich mehrfach befragt haben, warum ich 40 Filme dabei habe. Und Dann das ganze gequatsche dort die Zöllner zu bewegen, meine ASA400 bitte nicht zu röntgen sondern per hand zu kontrollieren...ne.
Also Hobby Filme entwickeln : gerne , wer es mag. Mir fehlt es tatsächlich nicht.
Und im schrank stehen auch noch eine FM2 und eine FE als andenken.
 
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F

feb

Guest
Ja !!!

Allerdings habe ich mit S/W und Eigenentwicklung vor über 10 Jahren aufgehört, bin aber beim Dia geblieben.
(...)
Das einzige, was ich mir nun überlegen muss: Was mache ich, wenn meine im September gekauften letzten 100Stk. Ektachrome E100G aufgebraucht sind? Wechseln? Auf was? Provia 100F oder Velvia?

Freut mich, einen analogen Fotografen kennenzulernen...wir sind eine bedrohte und mE schützenswerte Tierart, würde ich sagen. Eine Empfehlung für einen Diafilm als Nachfolger des Ektachrome habe ich nicht. Auf dem SW- Sektor gibt es für mich erfreulicher Weise immer noch die Ilford FP4 und HP5, daher bin ich noch nicht in Not.

Aber: Ich suche schon eine Weile nach einer schönen beleuchteten Vitrine, wo ich die uralten/alten SLR in meinem Hause "ausstellen" kann (incl. der Objektive, Balgen, Distanzringe, Konverter, Farbfilter (die sehen beleuchtet richtig Klasse aus), Verlaufsfilter etc.), denn ich denke, die analogen Dinosaurier werden in ein bis zwei Jahrzehnten endgültig aussterben....
 

flysurfer

Gründungsmitglied
Teammitglied
06.03.2009
25.997
13
www.vielfliegertreff.de
Oder als Zweitkamera. Nur weil sie “Alt“ ist, ist sie doch nicht schlecht.

Solange kein Defekt auftritt, dann hat man oft einen Totalverlust, oder zumindest Ärger, weil man sehen muss, ob man reparieren kann, wo man reparieren kann und was der Spaß dann kostet. Das ist (neben den Kosten) Arbeits- und Lebenszeit, die man aufwendet, und nicht jeder möchte das gern tun, es gibt auch Leute, die in dieser Zeit einfach unbeschwert Fotos machen wollen. Aber klar, als Backup ist sowas sicherlich interessanter als eine alte Kamera als Haupt- oder einziges Gerät.

Andererseits: no risk, no fun. Man sollte halt, wie beim Autokauf, vorher rechnen und auch den Wertverlust und evtl. Reparaturkosten einkalkulieren und den anderen Optionen gegenüberstellen. Das eine oder andere Schnäppchen ist dann womöglich gar nicht mehr so günstig. Es geht aber auch andersrum, denn manche Kameras sind erst nach einem Jahr weitgehend ausgereift, hier haben also die Käufer der ersten Exemplare Pionierarbeit geleistet, sodass jene, die zum Ende des Produktzyklus hinzustoßen, nun ein ausgreiftes Produkt zu einem guten Preis bekommen können, sei es neu oder gebraucht. Bei Fuji fallen sie meisten X-Kameras in dieser Kategorie (vielleicht mit Ausnahme der X-E1 und XF1, das sind aber per se bereits Modelle der zweiten Generation). Andererseits wären die Verbesserungen ohne die Pioniere und deren Feedback sicher nicht so schell (oder überhaupt) gekommen, und natürlich profitieren davon letztlich alle, Früh- und Spätkäufer, gleichermaßen.

Dass es bei Digicams immer noch zahlreiche Verbesserungen gibt, ist letztlich ein Argument dafür, nicht allzu lange an einem Modell festzuhalten. Dieser Markt ist längst nicht ausgereift, hier wird sich noch viel tun, auch grundlegende Umwälzungen wird es noch einige geben. Kein Vergleich zur analogen Fotografie, in deren beiden letzten Jahrzehnten es ungleich weniger Innovation gab, und inzwischen gar keine mehr.

Ich persönlich vertrete ohnehin die Ansicht, dass 95% aller verkaufen Kamerasysteme überflüssige Erwerbungen sind. Das Geld sollte man besser in eine günstigere Kamera und einen Fotokurs (Buch und/oder IRL) investieren, und in die Zeit, die es braucht, sich etwas ernsthafter mit dem Bildermachen auseinanderzusetzen. Die Qualität der Ergebnisse lässt sich dadurch viel dramatischer steigern als mit dem Kauf einer DSLR oder "besserer" Objektive.

Wie man im parallelen Umfagethread gesehen hat, erkennen die meisten Leute bei typischer Dastellungsgröße ohnehin keinen Unterschied zwischen einer guten Kompaktkamera und einer guten Systemkamera. Klar, die Unterschiede gibt es natürlich trotzdem, und es gibt durchaus Situationen, wo diese in der Praxis sehr relevant werden, aber man sollte sich auch Fragen, wie oft man als Amateur oder Knipser überhaupt in solche Situationen kommt und ob man dann auch die Qualifikation besitzt, situationsbedingt das Richtige zu tun, sprich die Technik perfekt zu bedienen. Denn nur dann kommt der Unterschied überhaupt zum Tragen.

Ich persönlich war dieses Jahr etwa in der seltsamen Situation, dass ich mit meiner kleinen X10 technisch bessere Aufnahmen produziert habe als ein Knipser, der das gleiche Motiv gleichzeitig mit seiner aktuellen Nikon DSLR abgelichtet hat. Der Grund dafür war offensichtlich nicht, dass die X10 technisch einer aktuellen Nikon-DSLR überlegen wäre, sondern dass der Benutzer dieser DSLR sie nicht richtig bedienen konnte und nicht in der Lage war, den Dynamikumang des Motivs handwerklich korrekt einzuangen. Anstatt sein Geld in eine DSLR zu stecken, hätte er also besser mal was Kleines kaufen und sich vom Restbetrag einen Fotokurs gönnen sollen.

Doppelter Vorteil: Eine kleine Kamera verliert nicht so viel absoluten Wert, man kann sie also nach einem guten Jahr wieder zu einem annehmbaren Preis verkaufen und durch ein neueres und besseres Modell ersetzen.
 
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feb

Guest
Unterschiede gibt es natürlich trotzdem, und es gibt durchaus Situationen, wo diese in der Praxis sehr relevant werden, aber man sollte sich auch Fragen, wie oft man als Amateur oder Knipser überhaupt in solche Situationen kommt und ob man dann auch die Qualifikation besitzt, situationsbedingt das Richtige zu tun, sprich die Technik perfekt zu bedienen. Denn nur dann kommt der Unterschied überhaupt zum Tragen.

Ich persönlich war dieses Jahr etwa in der seltsamen Situation, dass ich mit meiner kleinen X10 technisch bessere Aufnahmen produziert habe als ein Knipser, der das gleiche Motiv gleichzeitig mit seiner aktuellen Nikon DSLR abgelichtet hat. Der Grund dafür war offensichtlich nicht, dass die X10 technisch einer aktuellen Nikon-DSLR überlegen wäre, sondern dass der Benutzer dieser DSLR sie nicht richtig bedienen konnte und nicht in der Lage war, den Dynamikumang des Motivs handwerklich korrekt einzuangen.

flysurfer, da kann ich vorbehaltslos zustimmen. Obwohl ich meine Nikon-DSLR durch intensives Studium der Betriebsanleitung und Internettips versucht habe kennenzulernen, bin ich bei manchen fotografischen Aufgaben überfordert und hilflos. Grotesk ist es dann, wenn ich zur Lösung der Aufgabe zu einer rd. 5 Jahre alten Kompaktkamera greife (Panasonic Lumix DMC-TZ3), weil diese mir über eine einfache Benutzerführung die Lösung präsentiert....
 

waveland

Erfahrenes Mitglied
10.03.2009
404
3
travelscapes.org
Ich hatte 3 Jahre eine Canon 300D, dann 2 Jahre die 40D und jetzt seit 3 Jahren eine 5D Mark II. Früher oder später werde ich mir eine Mark III kaufen, ich warte eigentlich nur noch, bis der Preis endlich etwas fällt. Sicherlich hätte man die Kameras auch etwas länger behalten können, aber für eine gut erhaltene Gebrauchte bekommt man noch gutes Geld und kann sich alle paar Jahre über ein neues Spielzeug freuen. Der einzige Grund, warum ich bei Canon bin ist, dass ich mir vor 18 Jahren mehr oder weniger zufällig eine analoge Spiegelreflex von Canon gekauft habe und seitdem bei Canon geblieben bin. Ich bin ein ziemliches Gewohnheitstier und habe keine große Lust mich bzgl. der Bedienung der Kamera umzustellen. Sicherlich haben die spiegellosen Systemen in den letzten Jahren deutlich aufgeholt und sind für die meisten Anwendungen längst mindestens gleichwertig zu einer DSLR, ich persönlich werde aber noch ein bisschen abwarten, bis ich zu einer Spiegellosen umsteige.

Was aber schon gut beim Marktführer Canon ist, ist die Verfügbarkeit vieler Objektive, insbesondere auch gebraucht. Diese sind im Gegensatz zu den Kameras auch sehr wertstabil, besonders die hochwertigen Optiken, und ein 10-20 altes Jahre Exemplar in gutem Zustand liefert immer noch sehr gute Ergebnisse. Ich habe die letzten Jahre ca. 20 Objektive gekauft, die meisten gebraucht, und fast alle wieder verkauft, viele davon mit (kleinem) Gewinn. Oft verwende ich die Objektive nur für eine Reise oder einen speziellen Anwendungszweck. Kleiner Tipp am Rande: Gebrauchte Objektive kauft man übrigens am besten nach Weihnachten und während einer Cashback-Aktion, zumindest bei Canon. Kommender Januar wird also ideal, um die eine oder gebrauchte Linse zu erstehen, diese kann man/ich ziemlich sicher mit Gewinn später im Jahr wieder abstossen, wenn man möchte.

Klar sieht man in Web-Auflösung und wenn der Fotograf weiss was er macht, keinen Unterschied zwischen der Aufnahme einer günstigen und teueren Kamera. Es ist auch klar, dass eine bessere Kamera nicht bei allen "Fotografen" zu einem besseren Ergebnis führt, eher sogar im Gegenteil, weil eine billige Kompaktkamera vielleicht die eine oder andere Automatik-Funktion hat, die eine (semi-)professionelle DSLR nicht oder nur schlechter hat.
 

hudriwudri

Erfahrenes Mitglied
13.03.2012
1.456
1
SZG
Also ich habe da einen anderen Ansatz.
Zwar liegt noch eine FE2 im Koffer. Und ich habe auch alles selbst entwickelt. Aber Kurz nach der ersten Digitalen, habe ich keinen Film mehr angerührt.
Bei Nikon bin ich aufgrund der vorhandenen Linsen geblieben. Ich habe mir die letzten Gehäuse und teilweise auch Linsen immer gebraucht gekauft. Es gibt ja genug "Fotografen" die immer die neueste und beste Kamera brauchen. Ich nicht. Bin mit meiner D300 absolut zufrieden.
Und das mit der Lebensdauer(Qualität, Ersatzteile...) sehe ich relativ. Bei einer Kamera mit einem Neupreis von 300-400 Euro(ich spreche hier von DSLR) muss mir klar sein dass das eingesetzte Material und die Haltbarkeit eine andere ist, als eine 3-4 mal so teure. Die dann vielleicht sogar noch "weniger" kann.
Ich habe meine Kameras und Objektive nie geschont. Aber Qualitätsprobleme hatte ich noch nie. Alle paar Jahre mal ein Service. Das rechnet sich.
Und obwohl die D300 z.B. schon in die Jahre gekommen ist, sehe ich für mich keinen Grund hier eine "neue" Gebrauchte zu suchen.
Das Geld investiere ich eher in Objektive.
 

Luftikus

Erfahrenes Mitglied
08.01.2010
16.129
1.629
irdisch
Den größten Vorteil bei der Digitalfotografie finde ich, dass man die Filme (Empfindlichkeit) nicht mehr wechseln muss, sondern einfach umschaltet. Auch das Speichern und Verwalten ist superleicht. Ich kaufe mir, wie beim Laptop, alle paar Jahre was solides aber nichts herausragendes. Ich brauche aber dieses Porsche-Gefühl nicht, immer "das Beste" und Teuerste haben zu müssen. Klar, ein kreatives Talent mit Topausrüstung wäre die unübertroffene Kombination.
Die eigenen Auslaufmodelle kann man auch gut auf Reisen mitnehmen, wo sie etwas weniger zart behandelt werden, wo das Wetter extrem ist oder wo geklaut wird.
 

flysurfer

Gründungsmitglied
Teammitglied
06.03.2009
25.997
13
www.vielfliegertreff.de
flysurfer, da kann ich vorbehaltslos zustimmen. Obwohl ich meine Nikon-DSLR durch intensives Studium der Betriebsanleitung und Internettips versucht habe kennenzulernen, bin ich bei manchen fotografischen Aufgaben überfordert und hilflos. Grotesk ist es dann, wenn ich zur Lösung der Aufgabe zu einer rd. 5 Jahre alten Kompaktkamera greife (Panasonic Lumix DMC-TZ3), weil diese mir über eine einfache Benutzerführung die Lösung präsentiert....

Nunja, im Endeffekt lässt sich jedes fotografische Problem seitens der Belichtung auf die passende Kombination von Blende, Verschlusszeit und Empfindlichkeit/Sensorverstärkung zurückführen. Solange ich diese Parameter also einstellen kann, kann ich jede Situation im Rahmen der technischen Leistungsfähigkeit von Kamera und Sensor (bzw. Film) korrekt belichten. Deshalb hat eine Leica auch nur diese wenigen Funktionen. Ich hatte in den 90ern auch eine mechanische SLR (S2) von Contax als Backup für meine RTS III, da lief es genauso. Externe Belichtungsmessung mit einem guten Auflicht-Belichtungsmessgerät, dann Blende und Verschlusszeit an der Kamera entsprechend einstellen, und fotografieren. Die Kamera braucht also nicht einmal eine Belichtungsmessung, ergo auch keine Batterie. Sie funktioniert somit im Prinzip immer und überall, und so eine Kamera ist nach 5 Jahren auch kaum weniger wert. Was sollte an ihr groß veralten? Sie ist eher eine Art hochwertige mechanische Uhr, und von denen braucht man auch nicht alle paar Jahre eine neue. Nein, die halten oft ein Leben lang - oder mehrere Leben, denn sie werden oft an nachfolgende Generationen weitergegeben. Die sprichwörtliche "Uhr des Vaters" gab es früher also auch bei Kameras, die elektronische Revolution hat diese Tradition nun allerdings beendet. Kameras sind mittlerweile consumer electronics wie ein iPhone, iPod oder DVD-Player, mit einer absehbaren Halbwertszeit. Niemand rechnet damit, seinen Nachkommen eine digitale Kamera zu vermachen, schon allein deshalb nicht, weil diese dann längst nicht mehr funktionieren oder es in 20-30 Jahren keine passenden Speicherkarten und Batterien mehr für sie geben wird, und wohl auch keine Lesegeräte mehr, um Aufnahmen von der Karte auf einen Rechner zu übertragen. Ganz abgesehen davon, dass es keine Ersatzteile geben wird, die Kamera also beim erste kleinen Defekt unbrauchbar werden würde.

Ältere Semester müssen also umdenken. Altbekanntes aus der analogen Ära gilt nicht mehr, die Kauf- und Eigentumsstrategien der analogen Zeit lassen sich nicht auf die digitale Kamerawelt übertragen. Manche "Oldies" scheinen es dennoch zu tun, und sie bezahlen am Ende einen Preis dafür.

Tatsächlich werden mittlerweile auch die Objektive immer digitaler, sodass die Produktzyklen auch hier immer kürzer werden. Wer bei den alten Objektiven bleibt, bezahlt dafür etwa bei Canon mit einem ungenaueren und langsameren AF. Kein Wunder, dass Geschäftsmodelle wie lensrentals.com florieren, man mietet sich das Allerneueste ganz einfach dann, wenn man es wirklich braucht.
 
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feb

Guest
Nunja, im Endeffekt lässt sich jedes fotografische Problem seitens der Belichtung auf die passende Kombination von Blende, Verschlusszeit und Empfindlichkeit/Sensorverstärkung zurückführen.

Ja, freilich. Der Teufel steckt aber im Detail.

Ich wollte letztlich nur gegen meine Nikon D5000 (nein, eigentlich gegen meine Qualitäten) ein wenig lästern, weil ich im Sommer auf einer großen Hochzeit unter sonnigem, strahlendblauen bayerischem Himmel den Aufhellblitz für Personen-/ Porträtaufnahmen nicht auf die Schnelle hinbekommen habe:eek:. Ein Griff zur Kompaktkamera - einfache Benutzerführung - Problem gelöst.

Zu Hause habe ich dann wieder einmal die Betriebsanleitung der Nikon verinnerlicht. Jetzt klappts auch da mit dem Aufhellblitz(y).
 
F

feb

Guest
Ich wollte letztlich nur gegen meine Nikon D5000 (nein, eigentlich gegen meine Qualitäten) ein wenig lästern, weil (...) Ein Griff zur Kompaktkamera - einfache Benutzerführung - Problem gelöst.

Ich schiebe noch nach: Für die DSLR, die im Hobbybereich Verwendung finden, wäre doch hilfreich, wenn diese auch wahlweise einen bewusst vereinfachten Bedienermodus (meinetwegen namens "Anfänger") hätten, der auf all' die schönen Gimmicks verzichtet, die in einer Hektiksituation die Findung einer schnellen Lösung hindern.

Ja, die DSLR haben sicher meist einen "Info" oder "?"- Button, aber wenn der nicht in 1- 2 Minuten zur Lösung führt, dann ist die Aufnahmesituation weg.

Kennt jemand eine DSLR, die auch ein "Anfängermenue" anbietet? Bei den Kompakten, die ich bis jetzt kenne, stellt sich die Frage IMHO weniger, da deren Benutzerführung ohnehin "zugänglicher" ist.
 

meilenfreund

Erfahrenes Mitglied
10.03.2009
5.325
1.606
BRE
www.ipernity.com
Ich möchte den Thread ausgraben.

Dieses Jahr habe ich die Olympus OM 707 aus der Versenkung geholt. Bisher nur bei Touren in der Region, vielleicht nehme ich sie auch mal wieder auf Reisen mit.

Ich habe ca. 35.000 digitale Fotos gespeichert, daher finde ich es mittlerweile auch irgendwie spannend, etwas zu fotografieren und erst nach der Filmentwicklung - die im Gegensatz zum OP ein Fotohändler bzw. Fotolabor besorgt - das Ergebnis zu sehen.

Die Bilder sind von der Optik und Ästhetik her meines Erachtens auch ganz anders anzuschauen als Aufnahmen mit einer DSLR.

Wer verwendet heute noch eine analoge SLR?
 

odie

Erfahrenes Mitglied
30.05.2015
4.097
1
Z´Sdugärd
Ich hab aus nostalgischen Gründen noch 2 Nikon F601 im Schrank liegen. Diese nutze ich zwar unregelmässig, aber es macht immer wieder Spass!

P.S. Ich finde die 5 Jahre alte Aussage das CAMS nach 2-3 Jahren "überholt" sind äusserst aus der Luft gegriffen. Was ist den in den letzten 10 Jahren wirklich neues gekommen? Braucht man WLAN in der DSLR? Oder ein Klappdisplay? Oder eingebauten GPS Sender? Oder 40Megapixel auf einem nicht Vollformat Sensor? Macht eine Cam automatisch bessere Bilder?

Desweiteren sind die Ersatzteile natürlicherweise nach Preisen eben länger vorrätig. Im übrigen würde ich ausserhalb der Garantie eh niemals eine Cam zu einem Hersteller oder Hersteller Zertifizierten Laden schicken. Das sowas ein Totalschaden sein wird (mal egal was kaputt ist) steht ja ausser Frage. Dazu gibts aber im Internet super Verbindung. Meine Damals 2 Jahre alte D3100 ist mir runter gefallen und der Sucher ist INNEN abgebrochen. Urteil von Nikon -> Kann nicht getauscht werden, Totalschaden! Im DSLR Forum einen netten Reperaturservice gefunden, der konnte das Teil noch reparieren -> 50€ und das Teil war wieder nutzbar! Von daher würde ich sagen das diese Aussage so nicht stimmt.
 
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flysurfer

Gründungsmitglied
Teammitglied
06.03.2009
25.997
13
www.vielfliegertreff.de
Was ist den in den letzten 10 Jahren wirklich neues gekommen?

Wenn diese Frage ernstgemeint sein sollte (was eigentlich kaum zu glauben ist), hast du offensichtlich keinen blassen Schimmer von der Thematik. :eek:

Jedenfalls muss man nicht 10 Jahre zurückgehen, um gewaltige Unterschiede und Verbesserungen bei digitalen Kameras festzustellen, sowohl bei DSLR als auch noch viel stärker bei den Spiegellosen. Schon 5 Jahre reichen da mehr als aus. In weniger als 3 Jahren kommt zudem die nächste disruptive Technologie pünktlich zu den Tokyo Olympics auf den Markt.
 

odie

Erfahrenes Mitglied
30.05.2015
4.097
1
Z´Sdugärd
Wenn diese Frage ernstgemeint sein sollte (was eigentlich kaum zu glauben ist), hast du offensichtlich keinen blassen Schimmer von der Thematik. :eek:

Jedenfalls muss man nicht 10 Jahre zurückgehen, um gewaltige Unterschiede und Verbesserungen bei digitalen Kameras festzustellen, sowohl bei DSLR als auch noch viel stärker bei den Spiegellosen. Schon 5 Jahre reichen da mehr als aus. In weniger als 3 Jahren kommt zudem die nächste disruptive Technologie pünktlich zu den Tokyo Olympics auf den Markt.

Ja dann schiess doch mal los bitte...Der Sensor ist n bissle grösser geworden, das Rauschverhalten ein bissle besser geworden und irgendwelchen tollen Psudoprogramme wie "Feuerwerk" mit fest eingesellten Parametern sind ebenso dazu gekommen wie Wlan, GPS, Schwenkdisplays die mit der Fotografie bzw der Techik dahinter nochmals was zu tun haben? Also die ernst gemeinte Frage: WAS ist den wirklich neues in Kameras dazu gekommen. Wir reden NICHT von Objketiven.
 

flysurfer

Gründungsmitglied
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06.03.2009
25.997
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www.vielfliegertreff.de
Bei den Objektiven hat sich im Vergleich zu den Kameras wenig getan. In den letzten zehn Jahren haben sich digitale Kameras sicherlich um so viel weiterentwickelt wie das Automobil in den letzten sechzig Jahren. Das liegt natürlich daran, dass viele Milliarden Dollar in die Entwicklung von Sensoren für Smartphones, Auto-Assistenzsysteme und Industrieanwendungen geflossen sind, als Abfallprodukt der neuen Technologien gab's quasi nebenbei die sprunghafte Verbesserung von digitalen Kameras in allen Schlüsselbereichen, vom Sensor (CCD zu CMOS, ISOlos, deutlich höhere Ausleseraten trotz mehrfacher Auflösung) über das AF-System (On-Sensor Hybrid-AF bis zum Rand mit hunderten virtuellen AF-Punkten) bis zum Prozessor, der heute ganz andere Lasten bewältigt als noch vor ein paar Jahren.

Tatsächlich reichen schon 5 Jahre, etwa der Dynamikumfang einer Canon EOS 5MkIII (eingeführt März 2012) im Vergleich zu aktuellen Kameras:

https://www.dpreview.com/reviews/im...8&x=-0.7740570290475959&y=-0.5727373170716492

https://www.dpreview.com/reviews/im...7&x=-0.7761961685997525&y=-0.5851954110098171
 
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feb

Guest
Ich möchte den Thread ausgraben.
(...)
Wer verwendet heute noch eine analoge SLR?

Endlich hat es mich wieder einmal in diesen Bereich verschlagen. Da schau her, ein alter Thread von mir:eek:, gleich ausgegraben.

Zu deiner Frage: Die analogen SLR stehen in einer Vitrine und müssen 1x pro Jahr abgestaubt werden. Und seit einem Umzug schlummert die Negativ- und Positivbearbeitung in Kisten im Keller.